Allgemeine Situation
Anfang des Jahres 2000 wurde durch eine Studie des Erftverbandes einem Teil der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kaarst aufgezeigt, dass in bestimmten Teilen der Stadt wie Holzbüttgen und Vorst eine Gefährdung durch Grundwasser besteht. Wie allgemein bekannt, ist die Situation in Korschenbroich wesentlich negativer. Abhängig von den Wiedereinleitungsmaßnahmen von Rheinbraun und dem Bestreben den Grundwasserstand etwa auf den Stand des Jahres 1959 ansteigen zu lassen, besteht natürlich die Gefahr unter negativen Witterungseinflüssen in die Nähe des aufgezeigten worst Case zu gelangen.
Auf Grund dessen wurden einige Gutachten zur Lösung des Problems für den gesamten Raum erstellt, die jedoch aus Kostengründen nicht verwirklicht werden konnten, und deshalb ist man auf eine so genannte Patchwork Lösung verfallen, die allerdings bisher noch keine Erfolge für Kaarst insbesondere für die Anlieger des Nordkanals gebracht hat.
Arbeitskreis Grundwasser
Um sich den besonderen Problemen der Stadt Kaarst anzunehmen wurde der Arbeitskreis Grundwasser gegründet.
Im Arbeitskreis Grundwasser ( AKGW ) haben sich Ingenieure unterschiedlicher Fachrichtungen, ein Mediziner, ein Pädagoge n und ein Geologe zusammengeschlossen, die heute nach etwa sechs Jahren intensiver Auseinandersetzung mit dem Grundwasserproblem in unserer Gegend ein beträchtliches Fachwissen aufweisen. Einige Herren dieses Arbeitskreises erörtern mit Landes- und Kreisbehörden und der Stadt Kaarst sowie dem Bürgermeister in Fachgesprächen die anstehenden Probleme und eventuelle Lösungsmöglichkeiten.
Neben diesen Fachgesprächen, die öfter als nicht-öffentliche Veranstaltungen stattfinden und in denen von uns Lösungsmöglichkeiten auch im Hinblick auf die strikten Wassergesetze zur Schonung des Grundwassers gesucht werden, hat sich der Arbeitskreis zur Aufgabe gemacht, amtliche Messergebnisse und Aussagen zusammenzufassen und daraus Schlüsse zu ziehen, die von uns als Argumente verwendet werden, um Behörden auf erforderliche Lösungsmöglichkeiten einzustimmen. Es muss deshalb Um Verständnis geworben werden, dass nicht alle Teilergebnisse aus diesen Gesprächen sofort der Öffentlichkeit mitgeteilt werden können. Als Beispiel unserer erfolgreichen Arbeit kann angeführt werden, dass hinsichtlich der Grundwasserprobleme insbesondere der nach unserer Auffassung notwendigen Entschlammung des Nordkanals durch die Auswertungen eines unseres Mitgliedes dieses Thema weiterhin aufgegriffen wurde und - nicht wie von der Stadt beabsichtigt - die " Akten Grundwasser " nach der Kommunalwahl endgültig geschlossen wurden.
Zur Information der Bürgerinnen und Bürger der Stadt Kaarst werden ständig an entsprechenden Messstellen die Grundwasserständen beobachtet und deren Ergebnisse zusammengestellt, ständig aktualisiert und nachstehend veröffentlicht werden. >>mehr |